Aus Niger stammende Soldaten in Hinterhalt geraten

Sieben Blauhelmsoldaten in der Elfenbeinküste getötet

Abidjan (AFP) - Sieben Blauhelmsoldaten sind in der Elfenbeinküste in einen Hinterhalt geraten und getötet worden. Der Vorfall ereignete sich im Westen des Landes südlich der Stadt Tai nahe der Grenze zu Liberia, wie ein Sprecher der UN-Mission in der Elfenbeinküste (ONUCI) erklärte. Auch mehrere einheimische Soldaten und Zivilisten sollen getötet worden sein.
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Archivfoto eines Blauhelmsoldaten in Duekoue © AFP

Die sieben getöteten Soldaten stammten laut dem ONUCI-Sprecher aus dem Niger. Es sei der erste derartige Angriff auf Blauhelmsoldaten in dem Land gewesen, sagte er und sprach von einer "schweren Verletzung internationalen Rechts". Angaben zur Identität der Angreifer machte er nicht.

Das ivorische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angreifer seien aus Liberia gekommen. Es handelte sich demnach um eine Gruppe von etwa 50 Männern. Den Angaben zufolge wurden außer den Blauhelmsoldaten auch zwei einheimische Armeeangehörige sowie bis zu zwei Zivilisten getötet.

Aus UN-Kreisen verlautete, die Blauhelme seien im Gebiet von Tai auf Patrouille gewesen, nachdem es Gerüchte über bevorstehende Anschläge in der Region gegeben habe. Menschen aus den Dörfern hätten in Panik die Flucht ergriffen, berichteten örtliche Anwohner und Behördenvertreter.

Die Region im Westen der Elfenbeinküste zählt zu den instabilsten des Landes und wurde seit dem Ende des gewaltsamen Machtkampfs an der Staatsspitze von Dezember 2010 bis April 2011 bereits mehrfach von Anschlägen getroffen. Dabei wurden laut Menschenrechtsaktivisten mindestens 40 Menschen getötet.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Gewalt. Er sei über den Vorfall "betrübt und schockiert", sagte Ban in New York. Die ivorische Regierung forderte er zu einer Untersuchung des Angriffs aus. Ähnlich äußerte sich der UN-Sicherheitsrat in einer Erklärung.

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