Pahor verfehlt bei Wahl absolute Mehrheit

Slowenischer Präsident muss voraussichtlich in Stichwahl

Ljubljana (AFP) - Der slowenische Staatschef Borut Pahor hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl am Sonntag gewonnen, muss sich voraussichtlich aber einer Stichwahl stellen. Der Mitte-links-Politiker kam nach Auszählung der meisten Stimmen auf 47,3 Prozent und verfehlte damit knapp die absolute Mehrheit, die für einen Sieg in der ersten Runde benötigt wurde. Sein bedeutendster Herausforderer, der parteilose Ex-Komiker Marjan Sarec, gewann 24,9 Prozent.
Herausforderer Majan Sarec (l.) und Präsident Borut Pahor Bild anzeigen
Herausforderer Majan Sarec (l.) und Präsident Borut Pahor © AFP

Pahor war als Favorit in die Wahl gegangen, Umfragen vor der Abstimmung hatten ihn bei über 50 Prozent gesehen. Pahor sagte allerdings am Abend in Ljubljana, dass er von Anfang an mit einer Stichwahl gerechnet habe. Er wolle nun die Bürger vor der Wahl am 12. November "überzeugen, dass ich der beste Kandidat für die Präsidentschaft der kommenden fünf Jahre bin".

Die Wahlbeteiligung lag nur knapp über 40 Prozent und damit so niedrig wie nie zuvor seit der Unabhängigkeit der früheren jugoslawischen Teilrepublik 1991.

Im Euro-Land Slowenien hat der Präsident weitgehend repräsentative Aufgaben. Der frühere sozialdemokratische Regierungschef Pahor amtiert seit 2012. Er hat den Ruf des "Instagram-Präsidenten": Mehr als 40.000 Menschen folgen ihm in dem Online-Fotodienst. Sein Herausforderer Sarec, ein früherer Komiker, bekleidet derzeit das Amt des Bürgermeisters von Kamnik.

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