CSU-Politiker sieht Rettungsbemühungen gescheitert
Söder dringt auf Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone
Augsburg (AFP) - Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hält die Rettungsbemühungen für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone für gescheitert. "Griechenland kann und will es wohl nicht schaffen", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen Zeitung". Griechenland sei wirtschaftlich kaputt und könne mit dem Euro keinen Neuanfang bewältigen, sagte Söder. Die übrigen Länder der Eurozone würden durch einen Ausstieg der Griechen aus der Gemeinschaftswährung mittlerweile keinen Schaden mehr nehmen. Für den Rest Europas wäre das Risiko "beherrschbar", sagte Söder.
Griechische Euro-Münzen
© AFP
Der CSU-Politiker stellte sich hinter das bisherige Krisenmanagement der Bundesregierung: "Die primäre Aufgabe der Regierung ist es, Schaden abzuwenden und Vertrauen zu stärken." Dies habe die Politik bislang geschafft, etwa in der Abwehr einer gemeinschaftlichen Schuldenhaftung in Form von Eurobonds: "Wenn man nur dann beliebt ist, wenn man dauernd Freibier ausgibt, dann hält das auf Dauer nicht", verteidigte Söder die harte Haltung der Bundesregierung. "Aber es ist auch klar, dass es die perfekte Lösung nicht gibt", fügte er hinzu.
Artikel vom 03.07.2012
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