Bundesgesundheitsminister dringt auf die Partei einende Lösung

Spahn schließt Teamlösung für neue CDU-Spitze nicht aus

Berlin (AFP) - Bei der Kür einer neuen CDU-Parteispitze schließt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Teamlösung nicht aus, bei der er Friedrich Merz oder Armin Laschet unterstehen würde. Auf eine entsprechende Frage im ARD-"Bericht aus Berlin" sagte Spahn am Sonntagabend: "Ich schließe jetzt nichts ein und nichts aus." Nach dem angekündigten Rückzug von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wolle die Partei jetzt "über die richtige Teamlösung reden".
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Gesundheitsminister Spahn am Mittwoch in Berlin © AFP

"Es gibt ein hohes Bedürfnis bei unseren Wählern und unseren Mitgliedern, dass wir das im Team und mit viel Verantwortungsbereitschaft jetzt auch regeln", hob Spahn in der ARD hervor. Es gelte, für die Parteispitze ein Team zu suchen, "das vor allem auch die Partei eint". Die CDU müsse den "Anspruch haben, auch inhaltlich die 20er Jahre zu gestalten".

Kramp-Karrenbauer hatte vergangenen Montag erklärt, dass sie nicht Kanzlerkandidatin der Union werden wolle. Der Kandidat oder die Kandidatin solle bis zum Sommer gefunden und vom Parteitag im Dezember bestätigt werden; diese Person solle dann auch den CDU-Vorsitz übernehmen. Kramp-Karrenbauer reagierte damit auf das Debakel in Thüringen, wo die CDU im Landtag gemeinsam mit FDP und AfD den FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt hatten.

Ab der kommenden Woche will die Noch-Parteichefin mit Interessenten sprechen. Als Interessenten für Kramp-Karrenbauers Nachfolge werden insbesondere der frühere Unionsfraktionschef Merz, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet und Spahn gehandelt.

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