Madrid (AFP) - Erneut haben hunderte Beschäftigte des öffentlichen Diensts in Spanien gegen Sparmaßnahmen demonstriert. Sie gingen am Dienstagnachmittag während ihrer Kaffeepause in der Hauptstadt Madrid auf die Straße und wandten sich insbesondere gegen die geplante Streichung ihres Weihnachtsgelds.
Wie seit der Ankündigung neuer Sparmaßnahmen durch die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy bereits mehrfach geschehen, blockierten die Demonstranten eine halbe Stunde lang Straßen im Zentrum Madrids. Auf Schildern waren Scheren als Symbol für die Kürzungen sowie das Wort "No" zu sehen.
Die öffentlich Beschäftigten protestieren inzwischen nahezu täglich gegen die Sparpläne der Regierung. Unter ihnen sind etwa Mitarbeiter spanischer Ministerien sowie Feuerwehrleute und Polizisten.
Am Freitag hatte das Kabinett neue Maßnahmen beschlossen, die den Staatshaushalt bis Ende 2014 um 65 Milliarden Euro entlasten sollen. Unter anderem sollen die Mehrwertsteuer von 18 auf 21 Prozent angehoben, das Weihnachtsgeld für Staatsbedienstete gestrichen und die Arbeitslosenhilfe gekürzt werden. Für kommenden Donnerstag riefen die Gewerkschaften zu landesweiten Protesten gegen die Sparmaßnahmen auf.