Neuwahlen sollen am 5. Januar stattfinden

Sri Lankas Präsident Sirisena löst im Machtkampf Parlament auf

Colombo (AFP) - In dem seit Wochen andauernden Machtkampf in Sri Lanka hat Präsident Maithripala Sirisena am Freitag das Parlament aufgelöst. Der Staatschef reagierte damit auf die Ankündigung seiner Partei, dass es im Parlament keine Mehrheit für den von Sirisena ernannten Regierungschef gibt. Nun sollen am 5. Januar Neuwahlen stattfinden.
Anhänger demonstrieren für Rajapakse (r.) und Sirisena Bild anzeigen
Anhänger demonstrieren für Rajapakse (r.) und Sirisena © AFP

Mit der um Mitternacht greifenden Auflösung des Parlaments werden in dem südasiatischen Inselstaat Neuwahlen nötig, fast zwei Jahre früher als geplant. Das neue Parlament solle erstmals am 17. Januar zusammentreten, teilte Sirisena mit. Sirisenas Parteienbünndis United People's Freedom Alliance (UPFA) hatte zuvor erklärt, ihm fehlten acht Stimmen für eine Mehrheit im 225 Sitze zählenden Parlament.

Sri Lanka steckt in einer politischen Krise, seit Präsident Sirisena am 26. Oktober den amtierenden Regierungschef Ranil Wickremesinghe absetzte und stattdessen Ex-Präsident Mahinda Rajapakse ernannte. Anhänger beider Seiten gehen seitdem immer wieder zu Protesten auf die Straße. Wickremesinghe warnte bereits vor einer blutigen Eskalation der Krise.

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