Ex-Finanzminister: "Schlechte Erfahrung" in Berlin

Steinbrück warnt SPD vor Großer Koalition in NRW

Köln (AFP) - Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat seine Partei in Nordrhein-Westfalen vor Spekulationen auf eine Große Koalition gewarnt. Im "Kölner Stadt-Anzeiger" erinnerte Steinbrück an die "schlechte Erfahrung" mit dem Regierungsbündnis in Berlin unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von 2005 bis 2009. "Die SPD wurde für gute Arbeit vom Wähler nicht belohnt, sondern im Gegenteil mit einem sehr schlechten Ergebnis bestraft", sagte Steinbrück. Nach eigenen Worten rechnet er aber in der Landtagswahl am Sonntag mit einer "klaren Mehrheit" für Rot-Grün.
Peer Steinbrück Bild anzeigen
Peer Steinbrück © AFP

In Nordrhein-Westfalen finden am kommenden Sonntag vorgezogene Landtagswahlen statt. Seit der letzten Wahl 2010 wurde das Land von einer rot-grünen Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft regiert. Die Neuwahlen wurden notwendig, nachdem im März ein Haushaltsentwurf von Rot-Grün gescheitert war.

In der Steuerpolitik forderte Steinbrück Kraft auf, die Netto-Neuverschuldung auf Null zu bringen. "Wichtig wird sein, dass Frau Kraft den Kurs klar verfolgt, zu dem sie sich öffentlich bekannt hat", sagte er. Die Vorwürfe der Union gegen die "Schuldenpolitik" der Regierung Kraft nannte Steinbrück "Unsinn". "Wenn Sie sich verschulden, um nur zu konsumieren, dann ist das falsch. Wenn Sie Schulden aufnehmen, um in Zukunft zu investieren, kann das durchaus sinnvoll sein. Das ist beim Staat genauso wie bei Privatunternehmen."

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile