Steinmeier plädierte dafür, die Frage nach der Landtagswahl in Niedersachsen zu klären, "also Ende Januar oder Anfang Februar 2013". Auch mehrere Landespolitiker hatten sich bereits für eine Urwahl stark gemacht. Auf Landesebene ist ein solches Verfahren zur Kür von SPD-Spitzenkandidaten durchaus gebräuchlich, auf Bundesebene gab es bislang nur eine einzige Urabstimmung.
Im Mai 1993 war Björn Engholm als Parteichef, SPD-Kanzlerkandidat und schleswig-holsteinischer Ministerpräsident zurückgetreten. Im Juni 1993 setzte sich Rudolf Scharping in einer Urwahl gegen Gerhard Schröder sowie die SPD-Linke Heidemarie Wieczorek-Zeul als neuer Parteichef durch. Damit war auch die Vorentscheidung für die Kanzlerkandidatur gefallen. Bei der Bundestagswahl im Oktober 1994 scheiterte Scharping allerdings gegen CDU-Amtsinhaber Helmut Kohl.
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