Der Schwerpunkt der Gefechte lag offenbar in der Stadt Latamna in der Provinz Hama. Dort wurden bei Angriffen der Regierungstruppen laut Beobachtungsstelle allein 40 Zivilisten getötet. In der Provinz Homs seien bei Angriffen auf Kusseir drei Zivilisten und ein Deserteur der Polizei getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle weiter mit. Drei weitere Menschen seien in der Provinz Aleppo getötet worden.
In einer am Donnerstag in New York verabschiedeten Erklärung forderte der UN-Sicherheitsrat die syrische Führung "dringend" auf, bis zum kommenden Dienstag die Truppen aus den aufständischen Städten abzuziehen. Die syrische Opposition soll spätestens am Donnerstag alle Angriffe einstellen. Der Aufstand gegen Assad dauert seit mehr als einem Jahr an. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden seither mehr als 10.000 Menschen getötet.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die andauernde Gewalt in Syrien als Verstoß gegen die Forderungen des Sicherheitsrats. Die Zustimmung Assads, bis zum 10. April den Einsatz schwerer Waffen in den Städten zu beenden, sei keine Rechtfertigung für anhaltende Tötungen, sagte Bans Sprecher Martin Nesirky . Ein solches Vorgehen verstoße "gegen die Konsens-Position des Sicherheitsrats" zu einer friedlichen Lösung des Konflikts.
Ban äußerte demnach auch seine "ernste Sorge" über die Verschlechterung der humanitären Lage in Syrien und zeigte sich alarmiert über die steigenden Flüchtlingszahlen in den Nachbarländern. In der Türkei trafen laut offiziellen Angaben vom Samstag innerhalb von 24 Stunden fast 700 Flüchtlinge aus Syrien ein. Die Gesamtzahl der syrischen Flüchtlinge in dem nördlichen Nachbarland stieg demnach auf mehr als 24.000.
Die Anhänger der Staatsführung in Damaskus feierten den 65. Jahrestag der Gründung der Baath-Partei. "Gott, Syrien, Baschar - das ist alles", erscholl es aus der Menge in Damaskus, ebenso wie "Tod für Israel". Die Demonstranten schwenkten syrische Flaggen und Assad-Porträts.
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