Kundgebung nach Anschlag in Halle

Tausende demonstrieren in Berlin gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus

Berlin (AFP) - Mehrere tausend Menschen sind am Sonntag in Berlin gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Bei frühlingshaften Temperaturen waren laut den Veranstaltern etwa 13.000 Menschen bei der Kundgebung dabei, die Polizei sprach von etwa 6000 bis 6500 Teilnehmern. Die Demonstranten zogen durch das Stadtzentrum zur Neuen Synagoge. Sie erinnerten unter anderem mit einer Schweigeminute an die Opfer des Anschlags in Halle an der Saale.
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© AFP

Auf Plakaten waren Sprüche zu sehen wie "Rechter Terror bedroht unsere Gesellschaft" oder "Es reicht". Auch israelische Fahnen wurden geschwenkt.

In Halle hatte ein bewaffneter Mann am Mittwoch während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, in die Synagoge einzudringen. Nachdem ihm dies nicht gelang, erschoss er den Ermittlungen zufolge auf offener Straße zwei Menschen und verletzte zwei weitere schwer. Der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und hat die Tat gestanden.

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