Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund tausend Menschen zur Unterstützung der 24 Angeklagten, die im Zusammenhang mit blutigen Unruhen im Frühling 2010 vor Gericht stehen. Da fünf von ihnen allerdings als Parlamentarier Immunität genießen, wurde der Prozessauftakt auf das Ende der aktuellen Sitzungsperiode des Parlaments Ende November verschoben.
Nach Angaben des Strafgerichts soll der Prozess später auch für die Zeit, in der die Volksvertretung wieder tagt, unterbrochen werden. Die Rivalität zwischen den politischen Lagern - den Anhängern des früheren thailändischen Regierungschefs Thaksin Shinawatra sowie den königstreuen und den Eliten verbundenen sogenannten Gelbhemden - hatte im Jahr 2010 ihren dramatischen Höhepunkt erreicht.
Damals ging das Militär gegen Thaksin-treue Rothemden vor, die wochenlang im Zentrum Bangkoks gegen die Regierung demonstriert hatten. Mehr als 90 Menschen wurden bei den Unruhen getötet und fast 2000 weitere verletzt. Bislang wurde im Zusammenhang mit der Gewalt aber noch niemand zur Verantwortung gezogen. Soldaten oder Regierungsvertreter wurden bislang ebenfalls nicht angeklagt.
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