Am Donnerstag hatte vor einem Gericht in Charkiw ein Verfahren wegen Veruntreuung und Steuerhinterziehung gegen Timoschenko mit Voranhörungen begonnen. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands nahm die 51-Jährige nicht daran teil. In dem Verfahren geht es um Timoschenkos Zeit als Chefin eines staatlichen Energiekonzerns. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll sie 1997 und 1998 öffentliche Gelder veruntreut und Steuern hinterzogen haben. Bei einer Verurteilung drohen ihr zwölf Jahre Haft.
Es ist aber unklar, ob ihr eine neue Strafe auf die bisher abgesessene Zeit angerechnet oder darauf aufgeschlagen würde. Timoschenko verbüßt derzeit in einem Straflager in Charkiw eine siebenjährige Haftstrafe. Sie war im vergangenen Oktober wegen Amtsmissbrauchs in ihrer Zeit als Ministerpräsidentin bei einem 2009 getätigten Gasgeschäft mit Russland verurteilt worden. Die Europäische Union kritisiert die Inhaftierung Timoschenkos, die bei der Präsidentschaftswahl 2010 gegen ihren Erzrivalen Viktor Janukowitsch unterlag, als politisch motiviert.
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