Kanadas Premier will auf Bevölkerung in Erdöl-Provinzen zugehen

Trudeau sieht sich durch Wahlergebnis in Klimapolitik bestärkt

Montréal (AFP) - Kanadas Premierminister Justin Trudeau sieht sich durch das Ergebnis der Parlamentswahl in seiner Klimapolitik bestärkt. Die Bürger seines Landes hätten für ein "progressives Programm und starkes Handeln gegen den Klimawandel" gestimmt, sagte Trudeau in der Nacht zum Dienstag vor Anhängern in Montréal. Zugleich hätten die Kanadier die von seinem konservativen Herausforderer Andrew Scheer vorgeschlagenen Haushaltskürzungen abgelehnt.
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Kanadas Premier Justin Trudeau © AFP

Er wolle "für alle Kanadier" arbeiten, sagte Trudeau. Er wandte sich auch an die Bewohner der Provinzen Alberta und Saskatchewan mit einer starken Erdölindustrie. In diesen Provinzen hatte Trudeaus liberale Partei kein einziges Mandat errungen. "Ich habe euren Frust gehört und ich will euch unterstützen." Alberta verfügt über die drittgrößten Ölreserven der Welt, bei der umstrittenen Ölgewinnung aus Ölsand wird jedoch enorm viel Wasser und Energie verbraucht.

Auch die Botschaft der Bevölkerung in der französischsprachigen Provinz Québec habe er vernommen. Die Bürger dort "wollten sicherstellen, dass die Stimme Québecs noch stärker in Ottawa gehört wird".

Trudeaus Partei war Hochrechnungen mehrerer Fernsehsender zufolge aus der Wahl als stärkste Kraft hervorgegangen. Allerdings verlor der Premierminister die absolute Mehrheit im Parlament und muss voraussichtlich eine Minderheitsregierung bilden.

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