Bachelet verurteilt auch "beispiellose Angriffe" auf Journalisten bei Protesten

UN-Menschenrechtskommissarin kritisiert "strukturellen Rassismus" in den USA

Genf (AFP) - UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen brutalen Polizeieinsatz den "strukturellen Rassismus" in den USA verurteilt. Sie zeigte sich am Mittwoch zudem alarmiert angesichts der "beispiellosen Angriffe" auf Journalisten während der landesweiten Proteste nach Floyds Tod.
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UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet © AFP

"Die Stimmen, die ein Ende der Morde an unbewaffneten Afroamerikanern fordern, müssen gehört werden. Die Stimmen, die ein Ende der Polizeigewalt fordern, müssen gehört werden", erklärte Bachelet. Und auch die Forderungen nach einem Ende des "strukturellen Rassismus" in der US-Gesellschaft müssten gehört werden.

In den USA gibt es seit rund einer Woche Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Die Demonstrationen werden immer wieder von Ausschreitungen überschattet. Auslöser war der Tod des Afroamerikaners George Floyd durch das brutale Vorgehen eines weißen Polizisten. Bei den Protesten wurden in mehreren US-Städten auch Reporter angegriffen. Die Gewalt ging nach Angaben von Journalisten-Organisationen zumeist von der Polizei, aber auch von Demonstranten aus.

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