Konferenz im Auswärtigen Amt berät über Konflikt in dem Bürgerkriegsland

UN-Sicherheitsrat beschließt Entsendung von bis zu 75 Beobachtern in den Jemen

New York (AFP) - Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwoch einstimmig die Entsendung von bis zu 75 zivilen Beobachtern in den Jemen beschlossen. Sie sollen sechs Monate lang in den Hafenstädten Hodeida, Salif und Ras Issa den brüchigen Waffenstillstand überwachen, wie das Gremium in New York entschied. Der Leiter der Mission, der niederländische Ex-General Patrick Cammaert, war bereits mit einem Voraustrupp vor Ort.
Ex-General Cammaert (mit Brille) im Dezember im Jemen Bild anzeigen
Ex-General Cammaert (mit Brille) im Dezember im Jemen © AFP

Die Beobachter sollen unter anderem den Betrieb des strategisch wichtigen Hafens Hodeida, über den der Großteil der humanitären Hilfe für den Jemen in das Land gelangt, sicherstellen und den geplanten Abzug der Rebellen überwachen.

Regierung und Huthi-Rebellen hatten sich im Dezember bei ihren Gesprächen unter UN-Vermittlung in Schweden auf die Waffenruhe geeinigt, die seit dem 18. Dezember in Hodeida gilt. Nach UN-Angaben wird sie mit einigen Ausnahmen weitgehend eingehalten.

Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. In dem Land herrscht der UNO zufolge die schlimmste humanitäre Krise weltweit.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) beriet am Mittwoch mit internationalen Partnern in Berlin darüber, wie der in Schweden gestartete Friedensprozess für den Jemen fortgesetzt werden kann. Deutschland stellt 4,5 Millionen Euro für Hilfsprojekte in dem Bürgerkriegsland bereit. An der Konferenz nahm auch der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths, teil. In einem Interview mit der Deutschen Welle zeigte er sich optimistisch. "Wir werden das hinkriegen", sagte er zu den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden.

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