Forderungen nach Einstellung des Ausbildungsprogramms mit Saudi-Arabien

US-Polizei ermittelt in Richtung Terroranschlag durch saudiarabischen Soldaten

Washington (AFP) - Nach dem Schusswaffenangriff auf einem US-Militärstützpunkt durch einen saudiarabischen Soldaten ermittelt die Polizei in Richtung eines Terroranschlags. Die endgültige Festlegung stehe aber noch aus, gab die Bundespolizei FBI am Sonntag bekannt. Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Robert O'Brien, ging einen Schritt weiter. Er sagte im Sender CBS: "Mir scheint das ein Terroranschlag zu sein." Es bleibe aber abzuwarten, was die Ermittlungen des FBI ergeben.
Der 21-jährige Schütze Mohammed al-Schamrani Bild anzeigen
Der 21-jährige Schütze Mohammed al-Schamrani © AFP

Nach Angaben von FBI-Ermittlerin Rachel Rojas ist das wichtigste Ziel der Bundespolizei derzeit, festzustellen, ob der Angreifer allein handelte "oder ob er Teil eines größeren Netzwerks war". Derzeit gehe die Polizei von einem Schützen aus.

US-Abgeordnete forderten derweil ein Ende des Ausbildungsprogramms für saudiarabische Soldaten in den USA. Der republikanische Senator Lindsey Graham sagte im Sender Fox News: "Wir müssen das saudiarabische Programm aussetzen, bis wir herausgefunden haben, was passiert ist." Verteidigungsminister Mark Esper verwies darauf, dass er angeordnet habe, die Sicherheitsüberprüfungen zu kontrollieren. Das Ausbildungsprogramm verteidigte er aber gegen Kritik.

Ein saudiarabischer Soldat hatte am Freitag auf dem Marinefliegerstützpunkt Pensacola im Bundesstaat Florida das Feuer in einem Unterrichtsgebäude eröffnet. Drei Menschen wurden getötet und acht verletzt. Der Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Der 21-jährige Schütze Mohammed al-Schamrani soll kurz vor dem Angriff ein USA-kritisches Manifest im Online-Dienst Twitter veröffentlicht haben, in dem er die USA als "Nation des Bösen" angeprangerte.

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