Washington erhöht Druck gegen venezolanischen Staatschef Maduro

USA verhängen Sanktionen gegen Rosneft-Tochter wegen Unterstützung Venezuelas

Washington (AFP) - Wegen Ölgeschäften mit Venezuela haben die USA Sanktionen gegen eine Tochterfirma des staatlichen russischen Ölkonzerns Rosneft verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen das Unternehmen Rosneft Trading SA sowie Rosneft-Vizechef Didier Casimiro, wie ein US-Regierungsvertreter am Dienstag in Washington sagte. Dem russischen Unternehmen wird demnach vorgeworfen, dem umstrittenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro bei der Umgehung von US-Wirtschaftssanktionen zu helfen.
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Venezuelas Staatschef Maduro © AFP

Die USA werfen der Rosneft-Tochterfirma vor, Maduros linksgerichteter Regierung große Mengen Öl geliefert und finanzielle Mittel bereitgestellt zu haben. Mit den jüngsten Sanktionen wolle die US-Regierung klarmachen, dass sie "nicht untätig dabei zusehen" werde, wenn "ausländische Einheiten dem Maduro-Regime helfen, seine Unterdrückung aufrechtzuerhalten", sagte der US-Regierungsvertreter.

Im erbitterten Machtkampf in Venezuela unterstützt Washington den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump den linksgerichteten Staatschef Maduro als "illegitimen Herrscher" und "Tyrannen" bezeichnet, der die eigene Bevölkerung unterdrücke.

Aus US-Regierungskreisen verlautete weiter, Washington sei entschlossen, Maduro durch eine Kampagne des maximalen Drucks, der derzeit bei "50 bis 60 Prozent" liege, zu Fall zu bringen. "Wir hoffen, dass wir niemals 100 Prozent des maximalen Drucks erreichen müssen", sagte ein Regierungsvertreter auf die Frage, ob für die USA ein Militäreinsatz in Venezuela infrage käme.

Die Regierung in Moskau betrachtet die US-Sanktionen gegen Venezuela als illegal. Bei einem Besuch in Caracas Anfang Februar hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow die Sanktionen als "Hauptursache für die Krise der venezolanischen Wirtschaft" bezeichnet. Maduro Trump am Montag, einen militärischen Einsatz gegen sein Land zu planen und sagte: "Wir haben keine Angst vor militärischen Kämpfen und werden den Frieden garantieren."

Trotz des Drucks der USA und der verheerenden wirtschaftlichen Lage in Venezuela hält sich Maduro weiter an der Macht. Der linksgerichtete Staatschef kann nach wie vor auf den Rückhalt der venezolanischen Militärführung sowie auf die Unterstützung Chinas, Russlands und Kubas bauen.

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