Ex-Sänger in Zusammenhang mit verbotenem Konzert festgesetzt

Ugandischer Oppositionspolitiker Bobi Wine erneut von Polizei festgenommen

Kampala (AFP) - Der ugandische Oppositionspolitiker und Ex-Sänger Bobi Wine ist erneut festgenommen worden. Der 36-Jährige, der mit richtigem Namen Robert Kyagulanyi heißt, wurde am Montag kurz vor einer Pressekonferenz wegen eines von den Behörden untersagten Konzertauftritts festgesetzt, wie er vor Anhängern laut einem Fernsehbericht sagte. "Ich wurde wie ein Terrorist festgenommen. Sie haben mir die Hand gebrochen und mich in ein Fahrzeug gestoßen", sagte Wine und rief seine Anhänger auf zusammenzustehen gegen die "Diktatur".

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Der Organisator des am Sonntag von der Polizei verbotenen Konzerts, Moses Mugwanya, berichtete, die Polizei sei in das Auto des Oppositionspolitikers eingedrungen und diesen "mit Gewalt" herausgezogen. Anschließend hätten ihn die Sicherheitskräfte in einem Polizeiwagen weggeschafft. Bei dem Zugriff habe die Polizei auch Tränengas eingesetzt. Später wurde Wine wieder freigelassen, wie ein Polizeisprecher bestätigte.

Wine hatte zuvor versucht, an den geplanten Veranstaltungsort in seinem Privatclub am Rand des Victoriasees zu gelangen. Die Polizei hatte das Gelände jedoch abgeriegelt. Kurz vor der Festnahme schrieb Wine im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass die Polizei gewaltsam in sein Fahrzeug einzudringen versuche.

Der frühere Reggae-Star war bereits Mitte August vorübergehend festgenommen worden. Der 2017 ins Parlament gewählte Wine ist ein Widersacher des langjährigen Staatschefs Yoweri Museveni.