Staatsanwaltschaft ermittelt wegen angeblicher Mordpläne gegen Maduro

Venezuelas Oppositionsführer Guaidó wegen "Putschversuchs" vorgeladen

Caracas (AFP) - Venezuelas Justiz hat Oppositionsführer Juan Guaidó wegen eines angeblichen "Putschversuchs" vorgeladen. Wie Generalstaatsanwalt Tarek William Saab am Dienstag im Staatsfernsehen sagte, muss der selbsternannte Übergangspräsident am Donnerstag im Zuge von Ermittlungen wegen eines "Putschversuchs" und eines "Mordversuchs" an Präsident Nicolás Maduro bei der Staatsanwaltschaft erscheinen.
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Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó © AFP

Die Ermittlungen gegen Guaidó wurden den Angaben zufolge in der vergangenen Woche nach dem Fund eines Waffenverstecks im Nachbarland Kolumbien aufgenommen. Die Waffen sollten demnach nach Venezuela geschmuggelt werden.

Guaidó ist in einen erbitterten Machtkampf mit Maduro verstrickt. Im Januar 2019 hatte sich der Parlamentspräsident selbst zum Übergangspräsidenten erklärt. Er wird von mehr als 50 Staaten offiziell anerkannt, darunter Deutschland und die USA.

Trotz massiven Drucks der USA und der verheerenden wirtschaftlichen Lage in Venezuela hält sich Maduro aber weiter an der Macht. Vergangene Woche hatten die USA Anklage gegen Maduro wegen Vorwürfen des "Drogen-Terrorismus" erhoben und ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar (13,6 Millionen Euro) auf den venezolanischen Staatschef ausgesetzt.

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