Thüringer Behördenchef sieht vermehrt rechtsextremen Sprachgebrauch bei Mitgliedern

Verfassungsschützer warnen vor wachsender Radikalisierung der AfD

Berlin (AFP) - Verfassungsschützer haben vor einer wachsenden Radikalisierung der AfD gewarnt. Eine Prüfung offener Quellen habe ergeben, "dass einzelne Mitglieder der AfD zunehmend auf rechtsextremistischen Sprachgebrauch zurückgreifen", sagte der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, dem "Handelsblatt" vom Dienstag.
AFD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland (r.) und Alice Weidel Bild anzeigen
AFD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland (r.) und Alice Weidel © AFP

Mit Sorge betrachten demnach Verfassungsschützer den Einfluss der sogenannten Patriotischen Plattform auf die Partei. Deren Vertreter und Protagonisten beziehen laut Kramer vermehrt offen rechtsextremistische Positionen. Sprecher der parteiinternen Gruppe ist der Magdeburger AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. Zum Vorstand gehört auch der Dresdner Richter Jens Maier, der für den Bundestag auf Listenplatz zwei der sächsischen AfD kandidiert.

Kramer zufolge gibt es direkte Kontakte zwischen AfD-Akteuren und Rechtsextremisten. "Entscheidend ist die Frage, ob die AfD von solchen Rechtsextremisten möglicherweise unterwandert und dann maßgeblich gesteuert wird", sagte der Verfassungsschützer. Hierfür seien derzeit in Thüringen aber keine tatsächlichen Anhaltspunkte erkennbar.

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