Malikis Kritik war eine Reaktion auf Vorwürfe des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte dem irakischen Regierungschef vorgeworfen, Spannungen zwischen Schiiten, Sunniten und Kurden im Irak anzufachen und alle Macht in seinem Land an sich reißen zu wollen.
Für Zündstoff sorgt auch die Unterstützung der Türkei für den von der schiitisch geprägten Regierung Malikis per Haftbefehl gesuchten sunnitischen Vizepräsidenten Tarik al-Haschemi. Er hält sich seit Anfang April in der Türkei auf. Maliki wirft ihm vor, für Anschläge und Attentate verantwortlich zu sein. Erst am Montag war der türkische Botschafter in Bagdad, Yunus Demirer, ins irakische Außenministerium einbestellt worden.
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