Grass hatte mit seinem am Mittwoch veröffentlichten Gedicht "Was gesagt werden muss" vor allem in Deutschland heftige Diskussionen ausgelöst. Er wirft Israel darin vor, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Insbesondere kritisierte Grass, dass sich die Atommacht Israel das Recht auf einen Erstschlag vorbehalte, um zu verhindern, dass Teheran an eine Atombombe gelangt. Westerwelle ist das erste Mitglied der Bundesregierung, sich zu dem Gedicht zu äußern.
Der Westen und Israel werfen dem Iran vor, heimlich am Bau von Nuklearwaffen zu arbeiten - Teheran weist dies zurück und pocht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Die inoffizielle Atommacht Israel, die sich von Teheran in ihrer Existenz bedroht fühlt, erwägt seit Monaten einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen. Dies löst auch in Israel Besorgnis vor einem Krieg in der Region aus.
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