Buzz Aldrin und Michael Collins feiern Start von Apollo 11 zum Mond

Wiedersehen vor Rampe 39A

Cape Canaveral (AFP) - Ein halbes Jahrhundert nach dem Start der historischen Apollo-11-Mission zum Mond sehen sich die beiden heute noch lebenden Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins am Dienstag an 'ihrer' Startrampe 39A des Kennedy Space Center wieder. Mit dem Treffen der beiden inzwischen 89 und 88 Jahre alten Männer um Punkt 09.32 (15.32 Uhr MESZ) beginnen zugleich rund einwöchige Veranstaltungen zum Gedenken an die erste Mondlandung.
Gruppenfoto mit Armstrong (l.), Collins und Aldrin (r.) Bild anzeigen
Gruppenfoto mit Armstrong (l.), Collins und Aldrin (r.) © AFP

Nach dem Start am 16. Juli und viertägiger Reise setzte das Modul "Eagle" (Adler) am 20. Juli 1969 auf dem Mond auf. Gut sechseinhalb Stunden später betrat "Apollo"-Kommandant Neil Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten. Wenig später folgte ihm Aldrin, während Collins als einziger in der Kommandokapsel "Columbia" in einer Mondumlaufbahn zurückblieb. Der erste Mann auf dem Mond kann heute bei den Feiern nicht mehr teilnehmen, er starb im Jahr 2012.

Für Collins war die Wartezeit an Bord von "Columbia" nervenaufreibend, wie er im Mai Reportern in New York verriet: "Sie wussten, ich wusste, dass ich nichts hätte tun können, wenn sie aus irgendeinem Grund nicht mehr weggekommen wären". Die Kommandokapsel habe keine Landevorrichtung besessen, "ich hätte nicht hinunter und sie retten können".

Eindeutiger Star der Gedenkfeier wird am Dienstag Aldrin sein, der zweite Mann auf dem Mond. Lange Zeit hatte er mit schweren Gesundheits- und familiären Problemen zu kämpfen und nutzte lieber Twitter, als öffentlich aufzutreten. Doch zum Gedenken an die Mondlandung nahm er bereits an ein paar Veranstaltungen teil - stets in seinen Socken im Muster der US-Flagge.

Seit dem Ende des Apollo-Programms im Dezember 1972 hat nie wieder ein Mensch den Mond betreten - und von den zwölf US-Astronauten, die bis damals ihren Fuß auf den Erdtrabanten setzten, leben heute nur noch vier. Es sollte Jahrzehnte dauern, bis wieder konkrete Pläne für weitere bemannte Mondflüge geschmiedet werden: Nach dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump sollen 2024 die ersten Astronauten auf den Mond zurückkehren.

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