Nastase war bei der Urteilsverkündung nach einem langen, von EU-Beobachtern überwachten Prozess nicht anwesend. Er sagte später im Fernsehsender Realitatea, er werde in Berufung gehen. Das Urteil sei das "Ergebnis politischen Drucks auf die Richter". Seine Unschuld ergebe sich aus dem von ihm während des Verfahrens präsentierten Beweismaterial, sagte Nastase.
Im vergangenen Monat war Nastase in einem anderen Korruptionsverfahren freigesprochen worden. In einem dritten Prozess wird ihm vorgeworfen, in Bukarest eine Villa unter dem Marktpreis erworben und die Chefin der Baufirma im Gegenzug mit einem einflussreichen Posten versorgt zu haben.
Für Februar ist ein Bericht der EU-Kommission zu den Fortschritten im rumänischen Justizwesen und beim Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität in dem Land angekündigt. Davon hängt unter anderem ab, ob es zu dem von Rumänien angestrebten Schengen-Beitritt kommt. Innerhalb des Schengen-Raums gibt es für Reisende keine Passkontrollen an den Grenzen, eine Aufnahme muss von den EU-Ländern einstimmig beschlossen werden.
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