Schweizer XStrata Umweltverschmutzung vorgeworfen
Zwei Tote bei Protesten gegen Bergbauunternehmen in Peru
Lima (AFP) - Bei Protesten gegen das Schweizer Bergbauunternehmen XStrata in Peru sind zwei Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Hunderte Demonstranten, darunter streikende Kumpel und Dorfbewohner, blockierten in der Provinz Espinar in der südlichen Region Cusco die Straßen mit Baumstämmen und Steinen, wie Behördenvertreter sagten. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas einsetzte. Die Demonstranten werfen XStrata vor, es verschmutze die Flüsse Salado und Canipia.
Gewaltsamer Protest gegen Bergbauunternehmen in Peru
© AFP
Staatsanwalt Hector Herrera sagte, acht Verletzte würden in einem Krankenhaus von Espinar behandelt. Die Regierung von Cusco verhängte den Ausnahmezustand.
Die Demonstranten fordern Umweltstudien und verweisen auf den Tod vieler Tiere. Zudem wollen sie, dass der Konzern seine Investitionen in die Entwicklung der örtlichen Wirtschaft von derzeit drei auf 30 Prozent seiner Gewinne erhöht. Es war der achte Tag von Protesten, bei denen bislang mindestens 20 Polizisten und 24 Demonstranten verletzt wurden.
Artikel vom 29.05.2012
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