Nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren

Alt-Bundestrainer Planert gestorben

Saarbrücken (SID) - Der frühere Schwimm-Bundestrainer Horst Planert ist nach langer Krankheit im Alter von 85 Jahren in einem Pflegeheim in Saarbrücken gestorben. Planert litt seit Jahren an Demenz. Am 30. März 1927 in Gotha geboren, war er 1955 aus Erfurt als Landestrainer in das damals noch autonome Saarland gekommen. Von 1965 bis 1992 arbeitete der "Schwimm-Professor" mehr als 27 Jahre lang als Bundestrainer im Deutschen Schwimm-Verband (DSV).

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Der DSV trauert um Alt-Bundestrainer Horst Planert © SID

Eine Schlüsselstelle in Planerts beruflicher Laufbahn wurde die Max-Ritter-Schule in seiner zweiten Heimat Saarbrücken. Diesem damaligen Modellversuch in der Verbindung von Schule und Leistungssport stand Planert von der Eröffnung im September 1969 bis zur Schließung im Jahre 1984 als sportlicher Leiter vor.

Zu seinen erfolgreichsten Schülern gehörten Silke Pielen, Karin Bormann, Gudrun Beckmann, Rolf Klees, Jürgen Könneker, Angela Steinbach und deren Bruder, der spätere NOK-Präsident Klaus Steinbach. Sie alle gewannen Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Steinbach war der erste Schwimmer der Welt, der die 100 m Freistil auf der Kurzbahn unter 50 Sekunden (49,78 in Bremen 1976) kraulte.

Planert galt als "Besessener" des Schwimmsports und als Perfektionist, der Disziplinlosigkeit und Trainingsaufweichung seiner Schützlinge geradezu als persönliche Beleidigung verstand. Dem Deutschen Schwimm-Verband fühlte er sich stets loyal verpflichtet, mit öffentlicher Kritik war er immer zurückhaltend, er gehörte eher zu den "Leisen" im Lande. Euphorie in Stunden großer sportlicher Erfolge war ihm fremd. Planert war in Trainerkreisen des internationalen Schwimmsports hoch angesehen.

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