Buchmann zur Glaubwürdigkeit: "Fans müssen sich keine Sorgen machen"

Nîmes (SID) - Radprofi Emanuel Buchmann hat versichert, dass seine Leistungen bei der 106. Tour de France glaubwürdig sind. "Von meiner Seite kann ich sagen, dass die Fans sich keine Sorgen machen müssen. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen", betonte der 26-Jährige am zweiten Ruhetag in Nimes in Bezug auf die belastende Vergangenheit von einstigen deutschen Rundfahrtgrößen wie Jan Ullrich. Hinter seinen Auftritten stecke "kein Geheimnis", sagte Buchmann.
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Emanuel Buchmann versichert seine Glaubwürdigkeit © SID

Buchmann ist derzeit Sechster der Gesamtwertung und hat einen relativ geringen Rückstand von 2:14 Minuten auf den Führenden Julian Alaphilippe. Der einzige deutsche Tour-Sieger Ullrich, später durch Dopingbelege belastet, hatte sich in der Bild "begeistert" vom Ravensburger gezeigt. Buchmann habe "das Zeug zum Champion". Auch Eddy Merckx lobte Buchmann und traut ihm das Podium in Paris zu.

"Es ist schön zu hören, wenn er mir das zutraut, aber es ändert nichts. Es freut mich, aber mehr Motivation ist es nicht", sagte Buchmann, der auch seine Zielsetzung Top-10 vor der dritten Woche nicht nach oben korrigiert. "Ich denke nicht über den Tour-Sieg nach. Darüber kann man reden, wenn es soweit ist", sagte er.

Buchmann geht davon aus, dass die Frankreich-Rundfahrt erst am Samstag auf der 20. Etappe entschieden wird, bei der Bergankunft in Val Thorens nach einem 33 Kilometer langen Anstieg. Buchmann hat diesen Abschnitt im Vorfeld der Tour besichtigt. "Der war schon extrem schwer und hat sich ewig lang angefühlt. Das ist der Showdown", sagte Buchmann, der sich wünscht, "dass es für mich so weitergeht wie in den ersten beiden Wochen".

Für Buchmann ist derzeit der Franzose Thibaut Pinot der heißeste Anwärter auf den Gesamtsieg. "Pinot sieht im Moment am stärksten aus", sagte er, aber auch das Ineos-Duo mit Titelverteidiger Geraint Thomas (Großbritannien) und dem Kolumbianer Egan Bernal dürfe man nicht abschreiben. Dass Buchmann international noch nicht besonders beachtet wird, sieht er nicht als Nachteil: "Es schadet nicht, wenn man ein bisschen unterm Radar fährt."

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