Cyclassics: Viviani feiert Titel-Hattrick - Ackermann enttäuscht

Hamburg (SID) - Erschöpft und geschlagen rollte Pascal Ackermann über die Mönckebergstraße in Hamburg. Die Entscheidung bei den Cyclassics war längst gefallen, als der deutsche Hoffnungsträger mit einem Rückstand von über elf Minuten die Ziellinie überquerte. Die anvisierte Ackermann-Party in der Hansestadt fiel aus, ein paar Meter entfernt feierte stattdessen Italiens Sprintstar Elia Viviani. Mal wieder.
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Viviani feiert seinen dritten Cyclassics-Sieg in Serie © SID

"Das ist ein unglaubliches Ergebnis", jubelte der Europameister nach seinem Titel-Hattrick von Hamburg: "Ich liebe diese Stadt. Ich fühle mich sehr gut und freue mich sehr über den dritten Erfolg." Während Ackermann nach Platz 114 wortlos durch den Zielbereich fuhr, erklärte Viviani seinen imposanten Schlusssprint, der ihm den dritten Hamburg-Sieg nach 2017 und 2018 einbrachte. Ein Kunststück, das zuvor noch keinem Fahrer gelungen war.

Am Ende setzte sich Viviani im Massensprint klar vor dem Australier Caleb Ewan sowie Giacomo Nizzolo aus Italien durch. Andre Greipel, 2015 letzter deutscher Sieger in Hamburg, landete als bester deutscher Starter am Sonntag auf dem elften Platz.

Für Deutschlands Shootingstar Ackermann war es vier Tage vor der Deutschland-Tour ein Tag zum Vergessen. 18 Kilometer vor dem Ziel musste der EM-Dritte, der sich für das Rennen in der Hansestadt viel vorgenommen hatte, abreißen lassen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Schon vor einem Jahr hatte der 25 Jahre alte Ackermann in Hamburg Pech, als er in vielversprechender Position 1,5 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war.

Zur Mittagszeit hatten sich die 139 Profis bei strahlendem Sonnenschein auf die Distanz von 216 Kilometer gemacht. Bei Temperaturen von 30 Grad gelang einer Ausreißergruppe um Jose Goncalves (Katusha Alpecin), Gijy van Hoecke (CCC), Igor Bojew (Team Gazprom) zunächst die Flucht. Bis zu zehn Minuten betrug ihr Vorsprung, ehe das Feld um Ackermann und Greipel mächtig Dampf machte und den Rückstand sukzessive aufholte.

22 Kilometer vor dem Ziel wurden dann auch die letzten beiden Ausreißer gestellt. Beim dritten Anstieg auf den Waseberg übernahmen endgültig die Teams der Sprinter das Kommando und brachten ihre Fahrer in Position. Mit rund 40 Profis ging es in Richtung Massensprint auf der Mönckebergstraße.

Das World-Tour-Rennen in der Hansestadt bildete den Auftakt zu regelrechten Radsport-Festtagen auf deutschem Boden. Denn schon am Donnerstag geht die Weltelite bei der Deutschland-Tour an den Start. Los geht es für Ackermann und Co. in Hannover, Ziel der vierten Etappe am Sonntag ist Erfurt.

In Hamburg waren am Sonntag nicht bloß die Profis auf der Straße unterwegs. Bei Deutschlands größtem Jedermannrennen gingen in unterschiedlichen Wettbewerben rund 18.000 Hobby-Athleten an den Start.

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