DEL: Krefeld kämpft ums Überleben

Köln (SID) - Erst demonstrierten fast 1000 Fans für das Eishockey in Krefeld, dann zeigten sich die vom Aus bedrohten Pinguine auf dem Eis quicklebendig. Mit einem 7:4 (5:0, 1:2, 1:2)-Sieg nach furiosem Start gegen die Augsburger Panther bewiesen die Spieler des Krisenklubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihren Überlebenswillen und setzten zwei Tage vor der entscheidenden Gesellschafterversammlung ein Zeichen.
Krefelder Fans dürfen sich auf Tom-Eric Bappert freuen Bild anzeigen
Krefelder Fans dürfen sich auf Tom-Eric Bappert freuen © SID

Vor dem ersten Bully hatten die Anhänger auf einem Marsch vom Rathaus zur Eishalle unter dem Motto "Krefeld muss bleiben" für den Erhalt des DEL-Standorts demonstriert. Auch ehemalige Krefelder Eishockeystars wie Olympiaheld Christian Ehrhoff hatten in einem offenen Brief ihre Sorgen geäußert: "Es ist fünf vor zwölf." Am Dienstag wird nach dem Krach um angeblich nicht eingehaltene Zusagen des russischen Geldgebers Michail Ponomarew über die Zukunft des deutschen Meisters von 2003 entschieden.

Trotz des Erfolgs mit fünf Toren in den ersten 14 Minuten hinken die Pinguine der Konkurrenz in der DEL weit hinterher. Tabellenführer Red Bull München gewannen bei der Düsseldorfer EG 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) und vergrößerte seinen Vorsprung auf elf Punkte. Die Straubing Tigers bleiben nach dem fünften Sieg in Folge einziger ernsthafter Verfolger. Das Überraschungsteam von Trainer Tom Pokel setzte sich mit 4:3 (1:0, 2:1, 0:2, 1:0) nach Verlängerung bei den Kölner Haien durch. Titelverteidiger Adler Mannheim liegt nach dem 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) gegen die Fischtown Pinguins weiter 20 Zähler zurück.

Auch die Eisbären Berlin sicherten ihre Position in den Top sechs dank eines 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen die Iserlohn Roosters, Nationalspieler Leonhard Pföderl hatte die Hauptstädter mit seinem Führungstreffer auf Kurs gebracht (13.). Die Nürnberg Ice Tigers holten beim 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Schlusslicht Schwenninger Wild Wings ebenso wichtige Punkte im engen Kampf um die Play-off-Plätze wie der ERC Ingolstadt beim 6:3 (2:1, 2:1, 2:1) gegen die Grizzlys Wolfsburg.

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