DFL mit Entwicklung zufrieden - 3,1 Tore pro Partie

Frankfurt/Main (SID) - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) sieht sich nach der international schwachen Saison 2017/18 und dem WM-Desaster in Russland wieder auf dem richtigen Weg. "Als Liga müssen wir sehen, dass wir in den Top-5 unsere Wettbewerbsfähigkeit halten", sagte Ansgar Schwenken, DFL-Direktor für Fußballangelegenheiten und Fans, am Freitag in Frankfurt/Main: "Das sehen wir an den Fakten mit attraktivem Fußball, der von den Zuschauern auch honoriert wird."
Die Bundesliga steht im internationalen Vergleich gut da Bild anzeigen
Die Bundesliga steht im internationalen Vergleich gut da © SID

Laut dem von Schwenken vorgestellten DFL-Sportreport 2019 werden in der Bundesliga im Vergleich mit den weiteren vier Top-Ligen Europas derzeit die meisten Tore geschossen (3,1 pro Partie, Stand: 22. Spieltag). Die englische Premier League kommt auf durchschnittlich 2,8 pro Spiel, die italienische Serie A auf 2,6, die spanische LaLiga auf 2,5 und die französische League 1 auf 2,5 Tore pro Spiel.

Zudem werden in der Bundesliga die im Schnitt jüngsten Spieler eingesetzt. Mit einem Durchschnittsalter von 26,2 Jahren der eingesetzten Profis liegt die höchste deutsche Spielklasse unter den Werten aus Frankreich (26,4) England, Italien (beide 27,2) und Spanien (27,3). Das Durchschnittsalter der Bundesliga-Kader insgesamt ist seit der Saison 2001/02 von 27,09 Jahre auf 24,72 Jahre gesunken.

In der englischen Premier League werden allerdings die meisten A-Nationalspieler eingesetzt (60 Prozent), die Bundesliga liegt in dieser Statistik mit 49,8 Prozent auf Platz zwei vor Italien (47,5), Spanien (35,5) und Frankreich (34,1). In England spielen aber nur 32,6 Prozent einheimische Spieler, in der Bundesliga 48,7 Prozent. Frankreich (63,3) und Spanien (61,4) haben einen noch höheren Anteil.

Positiv bewertete Schwenken zudem die gestiegene Netto-Spielzeit auf 57:46 Minuten in der aktuellen Saison bis einschließlich des 22. Spieltages. Ein Grund dafür sei auch die Einführung des Videobeweises. In den fünf Spielzeiten vor der Saison 2017/18 (57:03 Minuten), in der die Technik erstmals zum Einsatz kam, betrug die Nettospielzeit im Schnitt 56:02 Minuten.

Bislang gab es in der Bundesliga 51 durch den Videobeweis korrigierte Fehlentscheidungen. Im Schnitt findet in jedem dritten Spiel ein Eingriff statt, der im Durchschnitt 0:59 Minuten dauert.

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