DFL verhandelt mit Investoren für die Auslandsvermarktung

Frankfurt/Main (SID) - Der deutsche Profifußball denkt bei seiner internationalen Vermarktung über ein neues Geschäftsmodell nach. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) beriet am Donnerstag "erstmals über Investoren-Angebote für eine Tochtergesellschaft der DFL GmbH", wie der Ligaverband mitteilte. Dabei soll es laut FAZ um den Einstieg von Geldgebern bei der Tochterfirma Bundesliga International gehen, die die Rechte im Ausland vermarktet.
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35 Personen wurden dafür in die Taskforce berufen © SID

Die DFL kündigte an, Gespräche mit interessierten Unternehmen zu führen. Anfang Dezember soll die Mitgliederversammlung der 36 Profiklubs über den Stand des Projektes informiert werden. Konkret soll es laut FAZ um den Erwerb eines Minderheitenanteils von 10 bis 20 Prozent gehen.

Für die laufende Saison wird hinsichtlich der internationalen Medienrechte mit Einnahmen in Höhe von 200 Millionen Euro geplant, in der vergangenen Spielzeit waren es wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie 250 statt der anvisierten 270 Millionen Euro. Die DFL hofft, dass die Erlöse in der kommenden Saison wieder steigen.

Beim Vergleich der europäischen Topligen rangiert die englische Premier League bei den internationalen Einnahmen mit 1,63 Milliarden Euro unangefochten auf Platz eins. Es folgen Spanien (897 Millionen), Italien (371 Millionen), Deutschland und Frankreich (80 Millionen).

Die deutschsprachigen Rechte bringen den 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Liga ab der kommenden Saison 1,1 Milliarden Euro pro Spielzeit. Noch ist offen, wie die Medienerlöse verteilt werden sollen. Bis zum Ende des Jahres will das DFL-Präsidium über den Verteilerschlüssel entscheiden.

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