EU-Kommission unterstützt FIFA-Vorgehen gegen Superliga

Köln (SID) - Die EU-Kommission unterstützt das harte Vorgehen des Fußball-Weltverbands FIFA und seiner sechs kontinentalen Konföderationen gegen die mögliche Gründung einer europäischen Superliga. "Es gibt keinen Spielraum für einige wenige, die vielfältige Natur des europäischen Fußballs zu verzerren", sagte der griechische Kommissions-Vizepräsident Margaritis Schinas: "Die europäische Lebensweise ist nicht damit vereinbar, dass der europäische Fußball den Reichen und Mächtigen vorbehalten ist."
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EU-Kommission begrüßt Verbot von Superliga © SID

Die FIFA hat gemeinsam mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und den anderen Kontinentalverbänden am Donnerstag mit einem Bannstrahls für jene Profis und Vereine gedroht, die sich einer europäischen Eliteklasse der Topklubs anschließen. Ein solcher Wettbewerb werde "weder von der FIFA noch von der jeweiligen Konföderation anerkannt", hieß es in einer Stellungnahme, die von FIFA-Boss Gianni Infantino und den Konföderations-Präsidenten unterschrieben wurde: "Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der FIFA oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen."

Mit dieser Androhung soll die Gründung einer Superliga, die einige Topklubs zuletzt vorangetrieben haben, verhindert werden. Das ist im Interesse der nationalen Ligen wie der Bundesliga, die nun nicht mehr das Abwandern ihrer Spitzenvereine fürchten müssen. Da die Befürworter einer Superliga die angekündigten Restriktionen allerdings kaum akzeptieren dürften, könnte eine juristische Auseinandersetzung drohen.

Die EU-Kommission steht dennoch auf der Seite der Verbände. "Wir müssen unser europäisches Sportmodell schützen, welches die Entwicklung des Spiels in offener Weise und ohne Diskriminierung sicherstellen soll", sagte Schinas.

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