Eisenbichler und Geiger fliegen aufs Podest - Granerud schenkt Lahti-Sieg weg

Köln (SID) - Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und der Tourneezweite Karl Geiger (Oberstdorf) sind beim Weltcup in Lahti auf das Podest geflogen, haben dabei aber vom Missgeschick des Norwegers Halvor Egner Granerud profitiert. Der deutlich in Führung liegende Granerud flog auch im zweiten Durchgang der Konkurrenz weit davon, konnte den Sprung bei 137,5 m aber nicht mehr stehen und wurde Vierter.

Markus Eisenbichler liegt auf dem sechsten Rang Bild anzeigen Markus Eisenbichler liegt auf dem sechsten Rang © SID

Somit siegte Graneruds Landsmann Robert Johansson (265,9 Punkte/128,5+126,5 m)) mit umgerechnet nicht einmal einem Meter Vorsprung auf Eisenbichler (264,2/129,5+128,5), der letztlich den Sieg durch eine schwache Landung im zweiten Durchgang vergab. Geiger (264,0/130,5+126,0) lag knapp dahinter und einen halben Punkt vor Granerud, der in den Schnee griff, aber einen schweren Sturz vermied.

Granerud war anschließend "stocksauer" und forderte Aufklärung: "Ich würde gerne von den Sprungrichtern wissen, wofür sie mir so viele Punkte abgezogen haben."

Für Geiger war es der vierte Podestplatz der Saison, der erste nach der Tournee. Eisenbichler landete erstmals seit Engelberg am 20. Dezember wieder unter den ersten Drei. Nach dem zuletzt schwachen Abschneiden in Zakopane zeigten sich die deutschen Adler gut vier Wochen vor Beginn der WM in Oberstdorf damit deutlich verbessert. Vor allem Geiger, am Vortag beim dritten Platz der DSV-Adler im Teamwettbewerb der punktbeste aller Springer, überzeugte in Lahti.

Routinier Pius Paschke (Kiefersfelden) landete auf Platz zehn. Ex-Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl), vor sieben Jahren Weltcup-Sieger in Lahti, kam auf Rang 27. Martin Hamann (Aue) sprang am Tag nach seinem Team-Debüt mit Platz 28 solide. Der formschwache Constantin Schmid (Oberaudorf), der nicht für den Team-Wettkampf nominiert worden war, verpasste mit 116,5 m als 37. den zweiten Durchgang.

Im Weltcup steht ab Freitag das nächste Heimspiel für die DSV-Adler an, Schauplatz ist die Mühlenkopfschanze in Willingen.