Alex Schwazer, italienischer Olympiasieger von Peking über 50 km Gehen, hat für den bislang bedeutendsten Dopingfall während der Olympischen Spiele in London gesorgt.

Geher-Olympiasieger Schwazer gedopt

Rom (SID) - Alex Schwazer, italienischer Olympiasieger von Peking über 50 km Gehen, ist der bislang bedeutendste Dopingfall während der Olympischen Spiele in London. Der 27-Jährige wurde von seinem nationalen Olympia-Komitee CONI von den Wettbewerben in der britischen Hauptstadt ausgeschlossen. "Meine Karriere ist zu Ende. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich wollte für diese Olympischen Spiele stärker sein, das war falsch", sagte Schwazer der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
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Schwazer: Der Olympiasieger von Peking ist gedopt © SID

Schwazer, Verlobter der Eiskustlauf-Weltmeisterin Carolina Kostner, soll bei einem Test am 30. Juni des Epo-Dopings überführt worden sein. Die Kontrolle, die die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA veranlasst haben soll, wurde angeblich während eines Trainingslagers in Oberstdorf entnommen. CONI-Präsident Giovanni Petruzzi und der italienische Chef de Mission Raffaele Pagnozzi hatten umgehend den Ausschluss Schwazers veranlasst.

Schwazer war noch gar nicht nach London gereist. Am 20-km-Rennen am vergangenen Samstag hatte er nicht teilgenommen, angeblich wegen Trainingsrückstands als Nachwirkung eines grippalen Infekts. "Es gibt kein Grund zur Sorge. Alex zieht es nur vor, nicht zu viel Energie zu verschwenden", hatte der italienische Sportdirektor Francesco Uguagliati gesagt.

Über die 50-km-Distanz wollte der Südtiroler eigentlich seinen Olympiasieg von Peking wiederholen. Er galt als einer der aussichtsreichsten Medaillenkandidaten der Italiener für die Spiele in London.

In London hat es bislang fünf offiziell durch das IOC bestätigte Dopingfälle gegeben. Zahlreiche weitere Athleten waren von ihren Nationalverbänden unmittelbar vor den Spielen oder während Olympia ausgeschlossen worden.

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