Laschet wirbt für NRW-Olympia: Abkehr von "Gigantismus und Pomp"

Berlin (SID) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will Olympia 2032 mit neuer Bescheidenheit und der Abkehr vom Gigantismus in die Rhein-Ruhr-Region holen. "Olympische und Paralympische Spiele sind eine große Chance für alle Menschen und Länder der Welt, die wir nicht denjenigen überlassen dürfen, die den universellen Gedanken dieser Spiele ignorieren und durch Profilierung und Profitmaximierung ersetzen wollen", sagte Laschet am Montag in Berlin.
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Armin Laschet will Olympia nach NRW holen © SID

Mit 14 Oberbürgermeistern warben der CDU-Politiker und Olympia-Initiator Michael Mronz in der NRW-Landesvertretung um Unterstützung bei Bundestagsabgeordneten. "Wir können die Nachhaltigkeit leben, die das IOC in seiner Agenda 2020 als Ziel für die Zukunft formuliert hat", sagte Laschet. "Dazu gehört auch, sich von Gigantismus und Pomp freizumachen."

Rund 90 Prozent der für Olympische und Paralympische Sommerspiele benötigten Sportstätten seien vorhanden. "Unsere Sportstätten werden bereits heute Woche für Woche von Hunderttausenden besucht. Dies wäre auch nach den Spielen 2032 garantiert", sagte er. Eine Vergabe nach NRW wäre "ein einmaliger Antreiber und Motor für die gesamte Metropolregion und für eine moderne Verkehrsinfrastruktur".

14 Kommunen und sechs Großstädte sind am Konzept beteiligt. Die Entscheidung für ein Bewerbungsverfahren liegt beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Als mögliche Konkurrenten gelten Brisbane/Australien oder Jakarta/Indonesien. Zudem haben Nord- und Südkorea eine gemeinsame Bewerbung angekündigt.

Für 2012 hatten sich Düsseldorf und die Region Rhein-Ruhr beworben, waren aber bei der nationalen Entscheidung an Leipzig gescheitert. Die Spiele gingen an London.

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