Missbrauch verschwiegen: FIFA sperrt afghanischen Funktionär

Zürich (SID) - Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbands FIFA hat den afghanischen Funktionär Sayed Aghazada für fünf Jahre gesperrt, weil er Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs in seiner Heimat nicht ausreichend nachgegangen sei und sie zudem verschwiegen habe. Der ehemalige Generalsekretär des afghanischen Verbands AFF muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (rund 9000 Euro) zahlen.
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Die FIFA veröffentlicht ihren "Big 5 Report" © SID

Aghazada, so der Vorwurf der FIFA, habe von den Anschuldigungen mehrerer Spielerinnen gewusst, wonach sie zwischen 2013 und 2018 vom damaligen Verbandspräsidenten Keramuudin Karim missbraucht worden seien. Als damaliger Generalsekretär hätte Aghazada der FIFA davon zwingend berichten müssen.

Die FIFA hatte Karim im Juni lebenslang für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt und teilte am Freitag mit, den Vorwürfen weiter nachzugehen.

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