Skispringer Geiger und Leyhe holen Doppelsieg in Rasnov

Köln (SID) - Die Skispringer Karl Geiger und Stephan Leyhe haben beim ersten Weltcup im rumänischen Rasnov mit einem deutschen Doppelsieg für Aufsehen gesorgt - für Ex-Weltmeister Severin Freund war das Comeback nach fast 14 Monaten Pause dagegen früh beendet. Geiger feierte am Freitag mit zwei Sprüngen auf jeweils 100 m und 270,3 Punkten seinen dritten Saisonsieg, damit meldete sich der Oberstdorfer im Kampf um den Gesamtweltcup zurück. Spitzenreiter Stefan Kraft (264,5) aus Österreich musste sich mit Rang drei hinter Leyhe (264,7) begnügen.
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Nächster Sieg für Karl Geiger © SID

Geiger und Leyhe fuhren den ersten deutschen Doppelsieg seit der WM in Seefeld vor rund einem Jahr ein, damals setzte sich Markus Eisenbichler vor Geiger durch. "Das ist ein super Ergebnis, ein toller Wettkampf, Gratulation an das ganze Team", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.

Geiger bestätigte damit zudem seinen Ruf als Spezialist für Normalschanzen. Die Anlage in Rumänien ist die kleinste im aktuellen Weltcup-Kalender, erstmals waren dort die Männer zu Gast. Seine beiden bisherigen Siege dieser Saison hatte er auf der einzigen anderen Normalschanze des Weltcup-Winters in Predazzo geholt.

Freund verpasste in Rasnov mit einem Sprung auf 89 m den zweiten Durchgang denkbar knapp. "Severin hat einen guten Sprung gezeigt, wir werden daran arbeiten, dass er wieder richtig reinkommt", sagte Horngacher.

Freund, Weltmeister von 2015, hatte überraschend seinen Start in Rumänien verkündet, da die Belastung auf der kleinen Schanze nach seinen schweren Knieverletzungen recht gering ist.

Sein bis Freitag letzter Weltcupeinsatz war das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee 2019 in Garmisch gewesen, der Continental Cup in Sapporo 20 Tage später sein letzter Wettkampf. Danach wurde der Gesamtweltcupsieger von 2015 von einer Meniskusoperation gestoppt. Im November 2019 kam eine Rücken-OP hinzu.

Pius Paschke (Kiefersfelden/246,9) überzeugte in Rasnov mit Rang zehn und landete damit direkt vor Dreifach-Weltmeister Eisenbichler (243,7). Der Siegsdorfer hatte in der Qualifikation Platz drei geholt und sieht einen Aufwärtstrend: "Die Sprünge waren nicht top, aber normal. Ich freue mich, dass es wieder ein bisschen besser läuft." Auch Constantin Schmid (Oberaudorf/239,2) trug als 15. zum guten deutschen Ergebnis bei.

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