Sparmaßnahmen für Olympische Spiele in Tokio beschlossen

Tokio (SID) - Weniger Personen, weniger Partys, weniger Pomp: Das Organisationskomitee Tokio 2020 hat sich mit dem IOC auf ein mehr als 50 Punkte umfassendes Paket zur Reduzierung der Kosten für die Sommerspiele im kommenden Jahr geeinigt. Durch die Sparmaßnahmen sollen 10 bis 15 Prozent weniger Akkreditierte an den Spielen teilnehmen, Athleten sind davon nicht betroffen.
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Bei Olympia könnte es 2021 einige Einschränkungen geben © SID

Darüber hinaus soll es weniger Ausgaben für die Eröffnungs- und Schlussfeiern geben, die am 23. Juli sowie 8. August stattfinden. Die bislang üblichen Feierlichkeiten zur Begrüßung der Athleten im Olympischen Dorf oder zur Ankunft der Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) fallen ebenfalls den Sparmaßnahmen zum Opfer, auch das Budget für die dekorative Ausstattung der Wettkampfstätten wird gekürzt.

"Wir sind es der Öffentlichkeit schuldig, diese Maßnahmen in diesen herausfordernden Zeiten zu ergreifen", sagte John Coates, Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission für die Spiele in Tokio, am Freitag: "Darum haben wir nichts unversucht gelassen und werden auch in den kommenden Monaten nach weiteren Möglichkeiten suchen." Wie hoch die Einsparungen tatsächlich sind, sei noch nicht klar, sagte OK-Präsident Toshiro Mori.

Die Verschiebung in das Jahr 2021 hatte immense zusätzliche Kosten verursacht. Unter anderem mussten die Hallen und Stadien sowie die Transportmöglichkeiten neu gebucht werden, zudem müssen Helfer und Organisatoren für ein weiteres Jahr bezahlt werden. An der Entwicklung der Sparmaßnahmen waren auch das Internationale Paralympische Komitee (IPC), das seine Spiele vom 24. August bis 5. September 2021 austrägt, die japanische Regierung und die Regierung der Präfektur Tokio beteiligt.

Eine Taskforce beschäftigt sich derzeit mit verschiedenen Szenarien, wie die Sommerspiele während der Corona-Pandemie ausgetragen werden können. IOC-Präsident Thomas Bach bat um Verständnis und Geduld, verbreitete aber zehn Monate vor dem geplanten Beginn der Spiele Optimismus.

Coates bekräftigte das Vorhaben, unbedingt an den Spielen festhalten zu wollen. "Es wäre einfach zu sagen, es ist nicht möglich", sagte der Australier, "aber wir teilen alle die Ansicht, dass es möglich sein muss, weil wir keine Generation von Sportlern vernachlässigen können."

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