"Ich freue mich über die ehrenvolle Aufgabe, meine beruflichen Erfahrungen im Umgang mit Stasi-Akten für den DOSB einbringen zu können. Die im Sport wichtigen Werte Offenheit und Fairness müssen auch bei etwaigen Stasi-Verstrickungen gelten. Diese dürfen den Ruf des Sports nicht beschädigen", sagt Geiger, der von 1990-95 erster Direktor der Stasi-Unterlagenbehörde und Staatssekretär im Bundesjustizministerium war. Am 30. Oktober 1998 wurde er beamteter Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und nach der Regierungsneubildung 2005 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Neben Geiger, seit Dezember 2003 Honorarprofessor für Verfassungsrecht, Europäisches Recht sowie Internationales Recht an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, gehören dem DOSB-Gremium Volkhart Uhlig, Uta Leichsenring, Manfred Speck und Dr. Rudolf Kabel an. Beratendes Mitglied des Gremiums ist DOSB-Justiziar Dr. Holger Niese.
"Mit Herrn Geiger an der Spitze des Gremiums ist die Fortführung der Beratungstätigkeit auf fachlich höchstem Niveau gesichert. Über die Bereitschaft einer so herausragenden Persönlichkeit zur Mitarbeit freuen wir uns sehr", erklärt DOSB-Präsident Thomas Bach.
Das Gremium berät den DOSB insbesondere in Fragen der Nominierung für Olympische Spiele, wenn sich bei der Überprüfung der Mitglieder der Olympiamannschaft durch die Stasi-Unterlagenbehörde Erkenntnisse ergeben. Zudem können sich DOSB-Mitgliedsorganisationen bei eventuellen Verstrickungen ihres Haupt- und/oder ehrenamtlichen Personals in Aktivitäten des Staatssicherheitsdienstes der DDR an das Gremium wenden.
"Auch mit Blick auf unsere Olympiamannschaft in London und deren Trainer und Betreuer wird dieses Gremium tätig werden, wenn sich Hinweise zur eine Überprüfung ergeben", erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper.
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