Das klang vor einigen Tagen noch ganz anders. Nach der "größten Enttäuschung" seines Lebens hatte Torres dem Champions-League-Sieger mit Abschied gedroht. "Sie haben mich in einer Art behandelt, die ich nicht erwartet hatte", sagte Torres der spanischen Sporttageszeitung AS über seine Rolle als Joker im Finale (4:3 i.E.) gegen Bayern München, und fügte unmissverständlich an: "Ich hatte eine schwierige Zeit, die schlimmste in meiner Karriere. Das will ich nicht noch mal erleben!"
Der im Januar 2011 für fast 60 Millionen Euro vom FC Liverpool geholte Torres hatte bei Chelsea selten die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt und ein klärendes Gespräch über seine Zukunft verlangt. Nach dem Abgang von Mittelstürmer Didier Drogba dürfte der Weg für Torres in die Startelf nun frei sein.
Der Siegtorschütze im EM-Finale 2008 über Deutschland räumte zudem ein, dass er von seiner Berufung in Spaniens vorläufigen EM-Kader überrascht worden sei. "Ich hatte mich draußen gesehen", sagte Torres. Nach der verletzungsbedingten Absage von David Villa hat der 28-Jährige sogar beste Chancen, bei der Endrunde in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) dabei zu sein. Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque will den endgültigen Kader am Sonntag bekannt geben.
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