US-Studie: Nur maximal 53 Prozent der geplanten Sportevents finden 2020 statt

Köln (SID) - Die Auswirkungen der Coronakrise auf die Sportwelt sind bereits immens, eine US-amerikanische Sportmarketing-Agentur hat nun für das gesamte Jahr 2020 düstere Zahlen präsentiert. Laut der Studie des Unternehmens Two Circles, das unter anderem das Tennis-Rasenturnier von Wimbledon zu seinen Kunden zählt, finden bestenfalls noch 53 Prozent der in diesem Jahr geplanten wichtigen Sportveranstaltungen auch tatsächlich 2020 statt. Fast die Hälfte aller Events hingegen soll auf das kommende Jahr verlegt werden oder gänzlich einer Absage zum Opfer fallen.
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Eine Vielzahl an Sportevents kann 2020 nicht stattfinden © SID

In der Studie ist dabei von insgesamt 49.803 Sportveranstaltungen die Rede, von denen gerade einmal 26.424 bis zum Ende des Jahres stattfinden sollen. Der Höhepunkt wird im September mit weltweit fast 5500 Sportveranstaltungen erwartet. Unter anderem die Tour de France wurde in den Herbst verlegt, auch die French Open fallen zumindest teilweise in den September.

Entsprechend sollen den Prognosen zufolge auch die Umsätze der Sportindustrie deutlich zurückgehen. War vor Ausbruch der Coronakrise von einer erwarteten Wirtschaftsleistung in Höhe von 135,3 Milliarden Dollar (rund 124,5 Milliarden Euro) die Rede, so schrumpfte dieser Betrag inzwischen auf 73,7 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr setzte der weltweite Sport insgesamt 129 Milliarden Dollar um.

Zu den prominentesten ausgefallenen oder ins nächste Jahr verschobenen Veranstaltungen gehören die Olympischen Spiele, die Fußball-EM (beide 2021 geplant) und das Tennisturnier in Wimbledon (ersatzlos gestrichen).

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