"Habe in Ungarn geschlafen"
In dem Gespräch zeigte sich Sebastian Vettel vor allem einsichtig. "In Ungarn habe ich in der Safety-Car-Phase geschlafen und einen Fehler gemacht. Und in Spa, als ich das Auto beim Überholversuch an Jenson Button verloren habe, auch. Da bin ich offen und ehrlich genug, das zuzugeben", sagte der WM-Zweite. Er sei nicht stolz darauf, könne es aber nicht mehr ändern und glaube, dass so etwas nie wieder passieren werde. "Am Ende machen die Fehler aus dir einen besseren Fahrer", so Vettel, der in der WM-Wertung mit 151 Punkten Dritter hinter Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/182) und seinem Teamkollegen Mark Webber (179) ist.
Dass er aus seinen sieben Poles in der laufenden Saison zu wenig gemacht hat, meint Vettel auch selbst: "Wir haben die Gründe analysiert - das ist das Wichtige daran." Jeder einzelne Nichtsieg habe seine eigene Geschichte. Das mache die Sache zwar im Nachhinein nicht besser, "aber es hilft, es in der Zukunft besser zu machen. Das ist, was für mich zählt. Außerdem: Pole-Mann zu sein heißt vor allen Dingen eins: Du warst unter gleichen Bedingungen der schnellste Mann im Feld. Das ist doch am Ende die Basis, die du brauchst."
Dass er ein schlechter Verlierer ist, gibt Vettel offen zu: "Warum sollte ich da lügen. Wenn ich gut verlieren könnte, wäre ich falsch im Sport." Aber er sagt auch: "Ich bin jemand, der Dinge abhaken kann und positiv nach vorne schaut, wenn er eine Nacht darüber geschlafen hat."
Sein derzeitiges Leben empfindet Sebastian Vettel insgesamt als einen Genuss. "Das Leben kann für mich doch gar nicht mehr besser werden. Ich liebe, was ich tue, bin darin auch noch erfolgreich und habe viele Fans, die mich anfeuern. Das genieße ich", sagte der Hesse.
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