Berti Vogts glaubt an einen Triumph der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM und schwärmt vom magischen Dreieck mit Mesut Özil, Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger.

Vogts schwärmt vom magischen Dreieck

Köln (SID) - Ex-Bundestrainer Berti Vogts glaubt fest an einen Triumph der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) und schwärmt vom magischen Dreieck mit Mesut Özil, Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger. "Ich kenne keine Mannschaft, die mit so einem Tempo und so aggressiv nach vorn spielt wie wir. Unser Dreieck im Mittelfeld mit Özil, Khedira, Schweinsteiger ist das beste der Welt, auch wenn Schweini ausfällt und Kroos reinrückt. Wenn wir defensiv stabil stehen, sind wir nicht zu schlagen. Nicht bei der EM, nicht bei der WM 2014", sagte Vogts, der Deutschland 1996 zum EM-Titelgewinn in England geführt hatte, der Bild am Sonntag.
Von EM-Titelgewinn überzeugt: Berti Vogts Bild anzeigen
Von EM-Titelgewinn überzeugt: Berti Vogts © SID

Das DFB-Team verfüge über etliche Weltklassespieler. "Neuer, Lahm, Khedira, Schweinsteiger, Özil, auch Gomez zähle ich dazu. Und dann kommen einige, die auf dem Sprung zur Weltklasse stehen: Götze, Kroos", sagte der 65-Jährige.

Angesprochen auf die Vergleiche der Leitfiguren der 96er-Europameister-Mannschaft wie Matthias Sammer und Jürgen Klinsmann mit den heutigen Führungsspielern wie Schweinsteiger und Kapitän Philipp Lahm sagte Vogts: "Anführer werden nur geboren, wenn du Titel holst. Der muss jetzt kommen! Nur Schönwetterspielen reicht nicht. 1994 hatten wir in den USA den besten Kader von allen, haben aber den WM-Titel verschenkt, weil viel Unruhe da war. 1996 haben wir es gepackt, weil wir unglaubliche Charaktere hatten. Was ein Dieter Eilts geleistet hat - sensationell."

Manchmal sei ihm allerdings "alles zu ruhig". Das habe auch mit der Erziehung zu tun. "Heutzutage herrscht ein globales Denken, bloß keinem wehtun - das geht im Fußball aber nicht. Da musst du auch mal jemanden umtreten und Kollegen glasklar die Meinung sagen. Khedira muss seine Persönlichkeit mehr raustellen. Auch Poldi mit seinen 97 Länderspielen", erklärte Vogts, derzeit Nationaltrainer von Aserbaidschan.

Die heutige Spielergeneration sei allerdings leichter zu führen. "Früher hatte ich es nur mit Banditen zu tun. Mario Basler glaubt bis heute, dass ich keine Ahnung hatte, dass er gequalmt hat", berichtete Vogts und erinnert sich an ein Länderspiel 1997 gegen Portugal in Berlin: "Am nächsten Morgen war ich früh laufen. Als ich zum Hotel zurückkehrte, ließ sich Basler nach einer langen Nacht im Taxi vorfahren. Ich habe nur gefragt: Na, Mario, warst du in der Kirche?"

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