Annonay (Frankreich) (SID) - Der britische Tour-Favorit Bradley Wiggins hat sich erneut gegen Doping-Verdächtigungen zur Wehr gesetzt. In einer Kolumne für die britische Tageszeitung The Guardian schrieb der Gesamtführende der Frankreich-Rundfahrt: "Warum sollte ich dopen? Ich würde doch alles risikieren, was ich habe - meine Reputation, meine Lebensgrundlage, meine Ehe, meine Familie, mein Haus. Alles, was ich erreicht habe. Meine olympischen Medaillen, meine Weltmeistertitel, den mir verliehenen Ritterorden."
Angesichts der Stärke Wiggins' und seines Sky-Teams waren während der Tour Doping-Gerüchte aufgekommen. Wiggins hatte darauf allergisch reagiert und bei einer Pressekonferenz Kritiker, die ihn und Sky via Twitter in die Nähe von Doping rückten, als "verdammte Wichser" bezeichnet.
Im Guardian schrieb Wiggins: "Wir reden hier immer noch über Sport. Die Tour de France um jeden Preis gewinnen zu wollen, ist das Risiko nicht wert, alles verlieren zu können. Lieber würde ich morgen als Profi aufhören, Amateurrennen fahren und als Regaleinräumer im Supermarkt arbeiten."
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