Verbände kritisieren Freiwilligkeit der Reduktionsstrategie für Zucker und Salz

AOK und Diabetes Gesellschaft fordern mehr Verantwortung der Lebensmittelindustrie

Berlin (AFP) - Der AOK-Bundesverband und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) haben die Lebensmittelindustrie zu mehr Verantwortung für gesunde Ernährung aufgerufen. Mit der freiwilligen Selbstverpflichtung gehe Deutschland "weiterhin einen Sonderweg", nötig sei vielmehr eine verbindliche Zuckerreduktion von 50 Prozent, erklärte die DDG am Montag. Der AOK-Bundesverband forderte, Deutschland dürfe bei der Absenkung von Zucker, Fetten und Salz seinen Nachbarländern nicht weiter hinterherhinken.
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Herstellung von Fertigpizzen © AFP

Beide Verbände nehmen am Dienstag an der Sitzung des Begleitgremiums zur weiteren Festlegung einer bundesweiten Reduktionsstrategie von Zucker, Fetten und Salz teil. Dabei sollen Wirtschaftsverbände Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) konkrete Vorschläge präsentieren. Die Ministerin hatte im Dezember mit der Industrie konkrete Zielvereinbarungen zur Reduktion dieser Zutaten in Fertigprodukten bis 2025 vereinbart. Allerdings sind die Vereinbarungen nicht verbindlich.

Die beiden Verbände kritisieren auch die lange Zeitschiene bis 2025. "Wir brauchen hier schnellere Ergebnisse", forderte die DDG. Wichtig sei außerdem ein rasches Verbot für Kindermarketing von stark zucker-, fett- und salzhaltigen Produkten.

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