DSW schlägt obere Grenze von zehn Millionen Euro vor

Aktionärsschützer fordern Deckelung von Managergehältern

Berlin (AFP) - Angesichts steigender Vergütungen für Konzernmanager haben sich Anlegerschützer für eine Obergrenze ausgesprochen. Die Aufsichtsräte müssten darauf achten, "dass die Bäume bei den variablen Vergütungsbestandteilen nicht in den Himmel wachsen", sagte Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), dem "Tagesspiegel". Aus Sicht der DSW würde eine Deckelung bei zehn Millionen Euro durchaus Sinn machen, sagte er.
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Aktionärsschützer fordern Deckelung von Managergehältern © AFP

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn bekommt für das vergangene Jahr rund 17,4 Millionen Euro. Wie für Winterkorn gab es auch für viele andere Chefs von Dax-Konzernen Millionengehälter und deutliche Steigerungen bei der Vergütung.

DSW-Hauptgeschäftsführer Tüngler kritisierte in der Zeitung, es dürfe nicht immer nur ein Plus für Manager geben. "Für Aktionäre ist entscheidend, dass die variablen Bestandteile der Vorstandsvergütung in beide Richtungen funktionieren." Werden Ziele nicht erreicht oder gar Verluste ausgewiesen, dann müssten die Gehälter auch wieder fallen. Im Zweifel müsse die variable Vergütung bis auf null Euro sinken, sagte Tüngler.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Brauksiepe (CDU), sprach sich gegen eine staatliche Begrenzung von Managergehältern aus. Er sei davon überzeugt, "dass der Staat sich verheben würde", wenn er an dieser Stelle zu stark eingreifen würde, sagte Brauksiepe im Deutschlandradio Kultur. Jedoch sei es für ihn unter Gerechtigkeitsaspekten "nicht nachvollziehbar, dass sich die Managergehälter seit 2003 in etwa verdoppelt haben und die Arbeitnehmereinkünfte nur um rund 18 Prozent gestiegen sind".

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