Große Koalition soll für Wirtschaft "Bewegungsspielräume schaffen"

Arbeitgeberpräsident Kramer wünscht sich Scholz an der Spitze der SPD

Berlin (AFP) - Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer wünscht sich Vizekanzler Olaf Scholz an der Spitze der SPD. "Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Olaf Scholz in der Nachbarschaft als Hamburger Bürgermeister persönlich erlebt habe - und da hat er einen super Job gemacht", sagte der Bremerhavener Unternehmer dem "Handelsblatt" vom Dienstag. Scholz und die Brandenburger Landtagsabgeordnete Klara Geywitz bewerben sich derzeit um den SPD-Vorsitz.
Ingo Kramer im November 2018 in Berlin Bild anzeigen
Ingo Kramer im November 2018 in Berlin © AFP

Kramer sagte dem "Handelsblatt" auf die Frage, ob er die Kritik von Friedrich Merz (CDU) teile, dass die große Koalition eine "grottenschlechte Politik" mache: "Nein, und wir fahren auch nicht die ganze Zeit im Nebel. Das muss ich nicht weiter kommentieren." Aber die Koalition müsse die Fahrtrichtung ändern und der Wirtschaft die notwendigen Bewegungsspielräume schaffen, damit teure Sozialleistungen weiter bezahlt werden können, forderte der Arbeitgeberpräsident.

Angst vor einem Grünen-Bundeskanzler hat Kramer nicht. Er habe die Grünen in der Regierung von Gerhard Schröder als relativ pragmatisch erlebt, sagte er dem Blatt. "Das waren nicht die schlechtesten Jahre für Deutschland. In diese Zeit sind Reformen gefallen, die den langen Aufschwung erst ermöglichten."

Kramer war am Montag bei der Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wiedergewählt worden. Der Unternehmer ist seit November 2013 ehrenamtlicher Präsident der BDA; er steht nun zwei weitere Jahre an deren Spitze.

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