Rückgang um 34 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro
Atomausstieg lässt RWE-Gewinn zusammenschrumpfen
Essen (AFP) - Der Energieversorger RWE hat wegen der Energiewende im vergangenen Jahr deutliche Einbußen hinnehmen müssen: Der Gewinn schmolz um 34 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie Deutschlands zweitgrößter Energieversorger mitteilte. Allein die Entscheidungen der Bundesregierung zur Kernenergie hätten einen "negativen Ergebniseffekt von mehr als einer Milliarde Euro gehabt", erklärte der Konzern. Der Umsatz sank um drei Prozent auf knapp 52 Milliarden Euro.
RWE in Essen
© AFP
RWE musste 2011 die beiden Blöcke des Atomkraftwerks Biblis abschalten. Im Gasgeschäft machten dem Unternehmen den Angaben zufolge hohe, an den Ölpreis gebundene Einkaufspreise zu schaffen.
RWE habe aber "die nötigen Maßnahmen eingeleitet, um die Talsohle zügig zu durchschreiten", erklärte RWE-Chef Jürgen Großmann am Dienstag. Die Ertragslage werde sich im laufenden Jahr stabilisieren. 2013 und 2014 dann wolle RWE weiter die Kosten senken und die Effizienz steigern und so eine Milliarde Euro einsparen - den Großteil davon bereits 2013.
Artikel vom 06.03.2012
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