Azubis verdienen im Schnitt knapp 940 Euro im Monat

Ausbildungslöhne 2019 um fast vier Prozent gestiegen

Berlin (AFP) - Die Tariflöhne von Auszubildenden sind im vergangenen Jahr weiter kräftig gestiegen. Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am Mittwoch erklärte, verdienten Azubis mit einem Tarifvertrag Anfang Oktober 2019 durchschnittlich 939 Euro pro Monat, das waren 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Schon 2018 hatten die Ausbildungsvergütungen um 3,7 Prozent zugelegt.
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Zimmermannsgeselle © AFP

Im ersten Lehrjahr verdienten Auszubildende laut der BIBB-Untersuchung 2019 rund 848 Euro monatlich, im dritten Lehrjahr waren es im Schnitt 1027 Euro. Am besten verdienten angehende Zimmerer mit einem Monatslohn von 1240 Euro, gefolgt von Maurern mit 1166 Euro.

Handwerksberufe finden sich allerdings nicht nur ganz oben auf der Vergütungsliste, sondern ebenso am unteren Ende: So gab es 2019 den insgesamt niedrigsten Vergütungsschnitt von knapp 610 Euro in den Ausbildungsberufen Schornsteinfeger und Friseur.

Das Tarifniveau für Azubis in Ostdeutschland näherte sich dem im Westen weiter an. Laut BIBB stieg die durchschnittliche Vergütung im Osten um 5,1 Prozent auf 905 Euro, im Westen um 3,7 Prozent auf 941 Euro.

Das BIBB berücksichtigt in seiner jährlichen Auswertung der Ausbildungslöhne nach eigenen Angaben jene Berufe, denen ein Tarifvertrag zugeordnet werden kann und die eine Besetzungsstärke von mindestens 300 Auszubildenden im Bundesgebiet haben. 2019 deckte die Datenbank des Instituts demnach die Durchschnittswerte für rund 80 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland ab.

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