Standorte sollen nicht gegeneinander ausgespielt werden

Betroffene Länder wollen gemeinsam für Opel kämpfen

Mainz (AFP) - Nordrhein-Westfalen will mit anderen betroffenen Bundesländern gemeinsam gegen mögliche Werkschließungen des Autobauers Opel vorgehen. Damit solle verhindert werden, dass Opel und der Mutterkonzern General Motors (GM) "die Interessen der Standorte gegeneinander ausspielen und einen Subventions- und Lohnsenkungs-Wettlauf starten", sagte eine Sprecherin von NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger (SPD) der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz.
Opel-Produktion in Bochum Bild anzeigen
Opel-Produktion in Bochum © AFP

Unterstützung erhielt die Regierung in Düsseldorf aus Rheinland-Pfalz. Die grüne Wirtschaftsministerin Eveline Lemke sagt der Zeitung, "auch Rheinland-Pfalz will verhindern, dass die Standorte gegeneinander ausgespielt werden". Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) will sich hingegen nach Angaben eines Sprechers erst mit Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke über die Pläne des Autobauers austauschen. Erst dann lasse sich entscheiden, ob ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer sinnvoll sei.

Opel ist wirtschaftlich seit langem angeschlagen. Bundesweit wurden in den vergangenen Jahren bereits tausende Arbeitsplätze abgebaut. Der Autobauer arbeitet derzeit aber an neuen Sparkonzepten. Berichten zufolge steht dabei wieder einmal das Opel-Werk in Bochum auf der Kippe. Aber auch aus dem Stammwerk in Rüsselsheim könnten wichtige Aufträge ins Ausland verlagert werden. Opel verfügt zudem über ein Werk in Eisenach und eines in Kaiserslautern.

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